Auftaktparade des SLV in Chemnitz

Das Jahr als Europäische Kulturhauptstadt ging für Chemnitz Ende November offiziell
zu Ende. Mit der größten Auftaktparade von Berg- und Hüttenleuten des Sächsischen
Landesverbandes und befreundeter Vereine, sollte in Chemnitz nochmal ein kultureller
Höhepunkt gesetzt werden und wir waren dabei. Diese Parade in Chemnitz bildet
traditionell seit vielen Jahren jeweils am Vorabend zum 1. Advent den Auftakt für die
vorweihnachtlichen Aufzüge im Erzgebirge und ist ein Zeichen der engen
Heimatverbundenheit der Berg- und Hüttenleute mit ihrer Region.

Im Erzgebirge hatte es zwar im November geschneit aber diese Pracht war den
Plusgraden bis in die Gipfellagen zum Opfer gefallen. Dank der intensiven Werbung
durch den Vereinsvorstand hatten sich über 30 Vereinsmitglieder gemeldet und diese
wurden mit dem Busunternehmen „Striegistal-Clubreisen“ um 11.00 Uhr an der Stiftung
abgeholt. Busfahrer Uli hat uns wieder sicher nach Chemnitz gebracht.

Am Brühl fanden wir in der „Einbahnstraße“ wieder ausreichend Zeit, einen Glühwein,
ein Tee oder ein Bierchen sowie eine kleine Mahlzeit einzunehmen. Unser Verein zahlt
dafür seit 2017 ein Verzehrgeld in Höhe von 10 EUR an die Paradeteilnehmer aus.

Wir als Verein waren mit der Standarte und der Hüttenfahne sehr gut als „Die
Freiberger“ zu erkennen. Das vor uns laufende Musikkorps Olbernhau-Grünthal hatte
einen guten Marschrhythmus. Durch die Vielzahl der teilnehmenden Vereine sollte das
Marschband zu kurz wie möglich gehalten werden. Dies funktionierte leider nicht wie
gewünscht und es kam immer wieder zu einem Stopp.

Die große Berg- und Hüttenparade war mit 700 Trachtenträgern und 340
Bergmusikanten die größte Parade ihrer Art in Chemnitz. Tausende Zuschauer
säumten die Marschstrecke vom Theaterplatz über die Straße der Nationen vorbei am
„Chemnitzer Hof“ und der Oper über die Brückenstraße zurück zum Theaterplatz. Sie
alle konnten sich einen Eindruck über die Pflege der erzgebirgischen Traditionen
machen. Der MDR übertrug diesen Bergaufzug im Fernsehen.

Zur Eröffnung sprach der Vorsitzende des Landesverbandes der Sächsischen Berg-,
Hütten- und Knappenvereine Bergkamerad Ray Lätzsch und dankte allen Teilnehmern
für Ihre Bereitschaft bei den Veranstaltungen des Landesverbandes mitzuwirken. Der
Oberbürgermeister Sven Schulze richtete in seiner kurzen aber zu treffenden
Ansprache ein bewegtes Grußwort an die Teilnehmer und Gäste. Die Parade der Berg-
und Hüttenleute sei ein glanzvoller Abschluss des Kulturhauptstadtjahres und werde
diese die Tradition über die Grenzen des Erzgebirges hinaus in die anderen
Bundesländer und Europa tragen. Im Anschluss gestalteten alle teilnehmenden Berg-
und Hüttenkapellen ein vorweihnachtliches Konzert mit unterschiedlichen Berg- und
Hüttenmärschen.

Der Ausmarsch erfolgte ohne Bergmusik in Richtung Brühl / Busbahnhof, wo die Busse
standen. Ohne Zwischenfälle verlief die Rückfahrt nach Freiberg, wo die Teilnehmer
gegen 17.00 Uhr in der Stiftung eintrafen.

Bergkamerad
Uwe Nitschke

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