Exkursion der FG Bergbaugeschichte zum KohleWelt – Museum Oelsnitz

Am 14.04.2026 begaben sich 20 Bergkameradinnen, Bergkameraden und Hüttenleute der Fachgruppe Bergbaugeschichte wieder auf Exkursion. Pünktlich 08:45 Uhr starteten wir in Fahrgemeinschaften.
Ziel war das „Kohlewelt – Museum Steinkohlenbergbau Sachsen“ in Oelsnitz/Erzgebirge. Das Museum wurde von Januar 2019 bis Januar 2025 umgebaut und modernisiert. Die 800- jährige Geschichte des sächsischen Steinkohlebergbaus wird spannend, unterhaltsam und überraschend dargestellt.

Wir erhielten durch Frank Stein eine eindrucksvolle, fast 2-stündige Führung durch das Anschauungsbergwerk. Die Hängebank war unser Ausgangspunkt für die Führung. Bei unserer Führung durch die unterirdischen Gänge entdeckten wir nicht nur die authentische Atmosphäre eines Bergwerks, sondern auch historische Originaltechnik, die eindrucksvoll vorgeführt wurde. Wir erlebten Maschinen und Werkzeuge im Einsatz und erfuhren wie der Abbau und der Transport der Steinkohle erfolgte. Unterhaltsam gab uns Frank Stein spannende Einblicke in die besondere Welt der Kohlekumpel, ihren Zusammenhalt, aber auch in ihre harten und schweren Arbeitsbedingungen.
Anschließend konnten wir die größte noch in Sachsen erhaltenen Dampffördermaschine, die liegende Zwillingsdampffördermaschine des Kaiserin-Augusta-Schachts, in Aktion erleben.

Letztlich verblieb nur noch begrenzt Zeit für die Besichtigung der umfangreichen und multimedialen Dauerausstellung mit

1. dem Bereich Geologie: die Entwicklung der urzeitlichen Pflanzenwelt über Millionen von Jahren zur Steinkohle,
2. dem Bereich ausgewählter Persönlichkeiten des sächsischen Steinkohlenbergbaus: stellvertretend für tausende von Bergleuten sowie Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die diese Geschichte geschrieben haben,
3. dem Bereich der Geschichte des Steinkohlebergbaus: von den Anfängen bis zur Industrialisierung und darüber hinaus – welche Innovationen daraus entstanden und wie eng Arbeit, Unternehmertum und Kultur miteinander verbunden sind,
4. spezielle ehemalige Funktionsräume der Schachtanlage: Das Mannschaftsbad und die originale Hängebank lassen Arbeitsalltag und Rituale der Bergleute lebendig werden,
5. eine sehr große Sammlung von Grubenlampen,
6. die Verwendung der Steinkohle: von Briketts und Koks über Energie bis hin zu überraschenden Alltagsprodukten zeigt sich, wie allgegenwärtig der Rohstoff Kohle in Wirtschaft und Gesellschaft war und ist.

Unser Fazit: Das Museum hat uns alle begeistert. Wir können jedem Vereinsmitglied einen Besuch empfehlen. Schaut euch persönlich dort um und plant dafür auch viel Zeit ein.

Und jeder der dort war, weiß am Ende, was es ist und wie es aussieht: ein „Untertageliegesitzschienenfahrrad

Vor unserer Heimfahrt stärkten wir uns noch in der Gaststätte „Mai-Lan“.

Mit einem herzlichen Glück auf
Bergkamerad Siegbert Kranz

Fotos: HFBHK

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