19.09.2013 – Spalier im Sächsischen Oberbergamt

Eine Delegation aus Mozambique, an der Spitze mit der Ministerin für Bergbau, weilte am 19. September in unserer Bergstadt. Die Bergbauspezialisten aus dem afrikanischen Staat sind daran interessiert, die bergbaufachlichen Kompetenzen der sächsischen Bergbehörden, v.a. des Sächsischen Oberbergamtes, und der TU Bergakademie Freiberg kennenzulernen und zu nutzen.

Oberberghauptmann Prof. Cramer empfing die Delegation in den historischen Räumen seiner Behörde. Zu diesem Empfang waren auch 11 Mitglieder der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft aus den Bergbau- und Hüttengewerken mit der Vereinsstandarte angetreten.

Die Gäste waren freudig überrascht, mit berg- und hüttenmännischem Ambiente empfangen zu werden. Dazu trug neben unseren historischen Uniformen auch das Kreuzgewölbe der Eingangshalle des Oberbergamtes bei. Diese oberste sächsische Bergbehörde, 1542 eingerichtet vom damaligen Kurfürsten Moritz, ist in seiner Komplexität von Sozial-, Kultur- und Technikgeschichte des Montanwesens einmalig in Deutschland. Zusammen mit dem sich jetzt im Schloss Freudenstein befindlichen Bergarchiv bildet es das „Gedächtnis des sächsischen Bergbaus“.

Nach einem kräftigen „Glück auf“ und einer kurzen Vorstellung unseres Traditionsvereins, bedankte sich die Ministerin mit sehr freundlichen Worten bei uns und verwies nicht ohne Stolz darauf, daß zwei Mitglieder ihrer Delegation Absolventen der Bergakademie sind und jetzt einflußreiche Positionen in der Bergverwaltung von Mocambique bekleiden. Beide Herren gaben sich freudig als ehemalige „Freiberger“ mit einem „Glück auf“ zu erkennen.

Die Zusammenarbeit zwischen der ältesten montanwissenschaftlichen Hochschule der Welt und weiteren bergbautechnischen Einrichtungen in Freiberg reicht weit in die DDr-Zeit zurück. Eine ganze Reihe von Hochschullehrern und wissenschaftlichen Mitarbeitern waren im Lande als Lehrkräfte tätig, während z.B. Einrichtungen wie das Institut für Grubensicherheit bei der Obersten Bergbehörde technische (v. a. auch bergbausicherheitstechnische) und technologische Unterstützung leisteten. Diese Erfahrungen sind sicher auch eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung

 

Bergkamerad

Dr. Eberhard Pönitz

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