HFBHK beim Seiffener Glückauf
Seiffener Glückauf – 35 Jahrestag der Wiedergründung der Berg- und Hüttenknappschaft Seiffen e.V.
Es ist schon zur Tradition geworden, dass wir als Verein mit einer kleinen Abordnung am Seiffener Glückauf teilnehmen. Im Wechsel findet diese Veranstaltung in der Binge zur Geierin und in der Bergkirche zu Seiffen statt.
Die Berg- und Hüttenknappschaft Seiffen begeht dieses Jahr den 35. Jahrestag ihrer Wiedergründung, denn die erste Erwähnung geht auf das Jahr 1686 zurück. Das ist nach Adam Ries 340 Jahre her. Welch gewaltiger Zeitraum. Der absolute Höhepunkt ist mit dem Jahr 1719 verbunden, wo die Seiffener Knappen zum Berghäuerfest, auch Saturnusfest genannt, im Plauenschen Grund erstmals zu einem Bergaufzug aufmarschiert sind.
Von unserem Verein hatten sich 9 Mitglieder bereiterklärt, an der Parade und der Veranstaltung in der Binge teilzunehmen. Der Wettergott hatte Nachsicht und rechtzeitig den Regen eingestellt. Pünktlich um 15.45Uhr startete die Parade vom Parkplatz Jahnstraße zur Binge. Es nahmen insgesamt 6 Abordnungen befreundeter Vereine teil. Musikalische Unterstützung erfolgte durch Seiffener Bergkapelle. In der Binge wurden die Paradeteilnehmer von schätzungsweise 300 Gästen empfangen. Für das einstündige Programm haben wir auf Wunsch der Seiffener Knappschaft mit zwei Beiträgen zum Gelingen beigetragen. In seiner Begrüßungsrede ging der Vorsitzende der Seiffener Knappschaft, Jörg Beier auf die Wiedergründung der Knappschaft vor 35 Jahren ein. Danach stimmt der Posaunenchor die Gäste festlich auf die Veranstaltung ein. Im ersten Redebeitrag gab Uwe Nitschke einen kleinen Rückblick auf die Bergbauaktivitäten im Erzgebirge und besonders auf die vier Blütezeiten des Freiberger Bergbaus im Zeitraum von 1170 bis zur Einstellung im Jahr 1969. Ob es im Erzgebirge ein neues Berggeschrei geben wird, steht noch in den Sternen. Die Hoffnung stirbt zu Letzt und es ist Licht und Schatten zu gleich, so seine Ausführungen.
Danach begeisterte der Anton-Günther-Chor mit seinem Gesang die Gäste. Im zweiten Beitrag ging Uwe Nitschke auf die Entstehung unserer Freiberger Knappschaft im Vorfeld der 800-Jahrfeier von Freiberg ein. Speziell von den ersten Gedanken über die Erstellung eines Parade Konstruktes bis zur materiellen Sicherstellung und den ersten Aufzügen zum Stadtfest im Jahr 1986. Außerdem wurde auf die freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Vereinen eingegangen und besonders auf die Nachwuchsarbeit. Nennenswert die Wettkämpfe um den Kinder-Bergmeister-Pokal. Unser Wunsch, dass die nächsten Generationen genauso gut zusammenarbeiten mögen.
Mit der Glückwunschrede zur Ersterwähnung der Seiffener Knappschaft vor 340 Jahren und der Wiedergründung vor 35 Jahren übergaben wir als Verein eine „Räucheresse“ und eine Silbermedaille mit der Abbildung der „Hohen Esse“ von Halsbrücke. Sie hat das Gewicht einer Feinunze und ist eine Sonderprägung aus dem Jahr 2017. In seinem Grußwort betonte dabei erneut Uwe Nitschke, dass dieses Bauwerk in nur einem Jahr errichtet worden ist und 1889 in Betrieb gehen konnte. Sie war damals der höchster Ziegelschornstein der Welt und ist es immer noch in Europa. Als Wahrzeichen von Halsbrücke ist die „Hohe Esse“ mit einer Höhe von 140 Metern eine weithin sichtbare Landmarke, nicht nur für die Freiberger Region, sondern für das Erzgebirge. Im Anschluss an die Veranstaltung wurden alle Paradeteilnehmer zum Tscherper in die Gaststätte „Buntes Haus“ eingeladen.
Bergkamerad
Uwe Nitschke
Fotos: Bernd Torchala






