Mit „Zdar Buh!“ wurden wir in unserer Partnerstadt Pribram begrüßt
„Zdar Buh!“,
das tschechische „Glück auf!“ begrüßte uns 33 Freiberger an vielen Stellen in unserer Partnerstadt Príbram – und das schon gleich zum ersten Aufmarsch, dem „Zapfenstreich“.
Uniformträger, Fördermitglieder unserer HFBHK und zwei „Gastarbeiter“ des Bergmusikkorps hatten sich mittags am 12. Juni 2026 mit dem Striegistalbus zum 19. Europäischen Knappen- und Hüttentag aufgemacht. Kurz vor dem Ziel wurden in der Pension Novy Rybnik in Oborište, idyllisch gelegen an einem See, die Zimmer bezogen und die Kleidung gewechselt. In Uniform und Tracht ging es nach einem Abendbrot, mit hauseigenem Bier gestärkt, mit dem Bus zum Aufmarsch. Der Zapfenstreich entpuppte sich als ein kleiner Bergaufzug. Mit dabei viele Kinder der Stadt, gekleidet als Bergleute des Mittelalters, mit Gugel und Geleucht, aber auch Vertreter des Bergbaus und des Hüttenwesens. Begrüßt von den Einwohnern und dem immer wieder zu hörenden „Zdar Buh“, marschierten wir zur ehemaligen Grube Marie. Die Erwartung auf einen Zapfenstreich, wie aus dem Erzgebirge gewohnt, erfüllte sich nicht – es ging nach einem von Philipp organisierten Fotostopp direkt in das kleine Festzelt zum Bergbier. Das Ganze brachte aber der Stimmung keinen Abbruch und beim deftigen, bergmännischen Programm der Gastgeber konnte man sich nur zuprosten.
Heiko und Kathrin von unserem Vorstand und Philipp, unser gewählter Oberbürgermeister als offizieller Vertreter unserer Silberstadt waren am Sonnabend Gast beim gemeinsamen Frühstück des Bürgermeisters. Alle anderen unserer Delegation frühstückten in der Pension, zogen die Uniform an und verließen pünktlich den Ort Oborište. Ziel war der Heilige Berg von Príbram, der Ausgangspunkt der Großen Bergparade. Die über 1000 Teilnehmer grüßten bei ihrem Marsch durch die Altstadt von Príbram die vielen Einwohner und Besucher der Stadt. Dann gab es doch noch eine feierliche Zeremonie zum Abschluss auf dem Masaryk-Platz, so wie wir es gewohnt sind von unseren Aufmärschen im Erzgebirge und in Freiberg. Den Abschluss unseres Besuches der Partnerstadt bildete ein Tscherper auf der Grube Maria.
Unser Busfahrer Uli brachte uns dann wie immer, auch nach einer kleinen Havarie, gesund nach Hause.
„Glück auf!“, wie wir Sachsen sagen.
BK Knut Neumann

Stellen zur kleinen Parade am Freitag, Foto: Angelika Neumann

Unsere zwei Gastarbeiter im Marschblock, Foto: Angelika Neumann

Die kleine Brauerei in der Pension Foto: Knut Neumann

Die Fahnenträger hatten durch den Wind zur großen Parade am Sonnabend viel zu tun Foto: Knut Neumann


