40 Jahre Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft e.V.
Nachdem unser Vorsitzender, Heiko Götze, zum Berghauptquartal 2026 in seinem Anschnitt auf das Jubiläum eingegangen war, die Freie Presse wenig später über die 40 Jahre berichtete, fand die eigentliche Jubiläumsfeier am 8.Mai 2026 in der Freiberger Nikolaikirche statt. Der Einladung waren Mitglieder, Gäste und Freunde gefolgt. Unter ihnen der Landrat von Mittelsachsen, Sven Krüger, der Chef des Oberbergamtes, Prof. Dr. Bernhard Cramer, der Bürgermeister der Stadt Freiberg, Martin Seltmann, die Rektorin der TU BA Freiberg, Prof. Dr. Jutta Emes, der Präsident des Sächsischen Landtages a.D., Dr. Matthias Rößler, der Kuratoriumsvorsitzende der SAXONIA-FREIBERG-STIFTUNG, Bernd Erwin Schramm, der für das Amt des Freiberger Oberbürgermeisters gewählte Philipp Preißler, sowie Geschäftsführer wichtiger Freiberger Betriebe, Sponsoren und Unterstützer.
40 Jahre Vereinsgeschichte, 40 Jahre berg- und hüttenmänische Traditionspflege, 40 Jahre im Namen der Silberstadt unterwegs in aller Welt, 40 Jahre aktive Vereinstätigkeit – das sind Grundpfeiler des größten sächsischen Vereins im Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine.
Etwas holprig am 9. April 1986 im Sozialgebäude des Freiberger Davidschachtes gegründet, kann der Verein auf eine aktive und erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Der an diesem Tag geplanten Gründung einer Kulturbundgruppe „Historische Freiberger Berg- und Hüttenparade“ folgten nur wenige der Anwesenden. So kam es zwar zur Bildung einer Vereinigung mit gleichem Namen, aber nun unter dem Dach des VEB Bergbau- und Hüttenkombinates „Albert Funk“ Freiberg. Die nach dem ersten Auftritt am 4. Juli 1986 vom Generaldirektor (GD) Otto Ritschel formierende Leitung setzte sich aus folgenden Personen zusammen: Es waren die von den Betrieben und der Kombinatsleitung Benannten Dr. Rainer Dietze, der den Vorsitz übernahm, Dietmar Rentsch als Beauftragter von Herbert Szymenderski, Johannes Kamprath, Günter Koschek, Lutz Nierling und Frank Windisch und die drei Mitglieder der Arbeitsgruppe „Aufbau Bergparade“ Knut Neumann, Kurt Skokan, Karl-Heinz Ebert. Die Verbindung zur Kombinatsleitung und zum GD nahm Peter Tittel wahr.
Geplant war, dass die Parade in den Folgejahren nach 1986 nur in Freiberg, vor allem zum Tag des Bergmanns zu sehen sein sollte. Doch schon 1987 kam es anders. Die Bezirke der DDR „durften“ sich in Berlin zur 750 Jahr-Feier zeigen. Wir Freiberger waren dabei, und so kam eine Veranstaltung zur anderen.
Im Jahr 1990 erfolgte dann der mögliche Schritt in die Vereinstätigkeit mit der Eintragung ins Vereinsregister Kreisgericht Freiberg am 03.08.1990 als Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft e.V. unter der laufenden Nummer 100. Die Mitglieder im ersten Vorstand waren der Vorsitzende Dr. Rainer Dietze, der Schatzmeister Kurt Skokan, der Vereinssprecher Peter Tittel (†), die Beisitzer Frank Windisch, Lutz Nierling (†), Wolfram Kaden (†), Johannes Kamprath, Henry Kunze, Erich Kunkel (†), sowie die Fachgruppenleiter Knut Neumann, Roland Kowar und Horst Sellack (†). Außerhalb des Vorstandes führte Karl-Heinz Ebert (†) die Chronik und Heinz Wycisk (†) die Uniformkammer. Vorsitzende im Verein waren in den 40 Jahren Dr. Rainer Dietze, Ullrich Lott, Knut Neumann, und heute ist es Heiko Götze, der den Verein nun schon über 6 Jahre führt.
In seinem Festvortrag ließ Heiko Götze die 40 Jahre Revue passieren. Aus der vielfältigen Vereinsarbeit konnte er dabei für die einzelnen Jahre nur wenige der vielen Höhepunkte erwähnen. Durch die gezeigten Bilder waren diese auch für Gäste nachvollziehbar.
Neben den vielen Auftritten in den historischen Uniformen trat das Fachgruppenleben immer mehr in den Vordergrund. Der Vorsitzende konnte verkünden, dass es heute 9 Gruppen sind, die für die Mitglieder unterschiedliche Programme und Exkursionen organisieren. Daneben sind sie gefragt, wenn es um Totenehrung und um die Erhaltung der zwei Schauanlagen geht. Doch in den Gruppen wird nicht nur für das „stille Kämmerlein“ gearbeitet. In vielen Publikationen, herausgebracht unter dem Titel Befahrungen, macht der Verein auf die Geschichte unseres Freiberger Landes und des Vereins aufmerksam. Ein wichtiger Punkt der ureigensten Traditionspflege des sächsischen Bergparadewesens ist der Aufbau des Historischen Uniformdepots in der Uniformkammer. Die den Festgästen vorgestellte Entwicklung der Paradeuniform von 1585 bis in die DDR-Zeit anhand von vorhandenen Trachten und Uniformen gab einen guten Einblick über die Rolle, die Aufgaben und den Nutzen solch eines Bestandes.
Auf Reisen will der Verein mit Auftritten nicht nur Werbung für unser schönes Sachsen machen, sondern auch Neues kennenlernen. Dass es in einem so großen Verein auch gesellig zugehen kann, merken die Stammtischbesucher an jedem 1. Monat im Monat in der Knappenstube. Nach den neusten Informationen, bekannt gemacht vom Vorsitzenden, kommt beim Bergbier auch mache Schote aus der Geschichte zum Vorschein.
Ein sehr emotionaler Punkt war die Ehrung von 48 Mitgliedern, die 1986 zu den Gründern gehörten und die viele der vom Vorsitzenden genannten Veranstaltungen mit gestaltet haben. Zu Ehren kam auch der langjährige Vorsitzende Knut Neumann, der zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde.
Umrahmt wurde die Veranstaltung in bewährter, toller Weise durch unseren Chor und das Bergmusikkorps. Mit Letzterem verbindet die HFBHK nun schon eine 40-jährige gemeinsame Traditionspflege, und beide Vereine sind in dieser Zeit nicht nur in der Mitgliederzahl gewachsen, sondern haben maßgeblich das kulturelle Leben unserer Silberstadt geprägt. Vor allem Bergstadtfest und Christmarkt sind ohne diese zwei Vereine undenkbar. Dies verdeutlichten auch die Grußworte vom Oberberghauptmann, vom Landrat, vom Bürgermeister.
Am Schluss der gelungenen Veranstaltung konnte Vereinsmitglied und Moderator Daniel Neumann nur noch zum Steigerleid einladen, bei dem alle kräftig mitsangen.
BK Knut Neumann












