Barbaratag in unserer polnischen Partnerstadt
Mit einer kleinen Abordnung ging es am 4. Dezember 2025 früh in Richtung Waldenburg.
Chauffiert von Jörg Eilenberger und Hartmut Patzel erreichten wir 15 Mann kurz vor Mittag
unser Ziel. Begrüßt wurden wir von ungewöhnlichen Plusgraden und vom Stadtpräsidenten
Roman Szełemej, der uns zum Kaffee in sein Rathaus eingeladen hatte. Danach ging es
traditionell weiter: Gang zur Kirche, Feier der Heiligen Barbara in der kath. Schutzengel-
Kirche, Marsch durch die Stadt zum Denkmal für die verunglückten Bergleute. Gedenkfeier,
Bezug der Zimmer, Mittagessen, Vorbereitung auf den gemütlichen Teil in der „Karczma
Piwna – Bierstube“. Zur Begrüßung lagen auf den Tischen Karten, die Kinder der
Waldenburger Schulen gezeichnet hatten. Unter den zirka 400 ehemaligen polnischen
Steinköhlern und Kupferbergleuten waren wir die einzige Delegation aus dem Ausland. Am
Beginn erhielten Bergbaulehrlinge ihre Feuertaufe durch den Sprung über das Arschleder, und
sie waren es, die uns am Abend Bier aus Gießkannen kredenzten. Im interessanten Programm
der polnischen Kumpel wurden wieder der Staat und die Regierung aufs Korn genommen,
wie uns Waldemar (Pawelczyk, langjähriger Dolmetscher für uns) übersetzte. Auch der
einfühlsame Gesang kam dabei nicht zu kurz. Für unsere kleine Delegation, aber auch für die
Gastgeber ein jährlicher Höhepunkt zur Barbarafeier – unser Beitrag auf der Bühne mit dem
Gesang unserer Hymne, dem Steigerlied. Der Ausklang des Abends erfolgte für uns im Gang
des Hotels, wie es sich gehört – bei einem Bergbier.
Auf der Rückfahrt am nächsten Tag erfolgte ein kurzer Abstecher zum Kloster Mariastern.
Knut Neumann








