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10.08.2020 Die Fachgruppe Bergbaugeschichte der HFBHK auf Exkursion Drucken

Wenn auch in diesem verflixten Jahr 2020 grundsätzlich alles anders ist, hielt die Fachgruppe Bergbaugeschichte der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft an ihrem Prinzip fest: der August ist unser Exkursionsmonat.

So begaben sich 16 Bergkameraden der Fachgruppe auf den Weg zum Besucherbergwerk „Alte Hoffnung Erbstolln“ in Schönborn-Dreiwerden. Das Bergwerk liegt im Zschopautal in einer Flusskrümmung, „Biege“ genannt.

Die Erzgänge der ehemaligen Grube gehören zum nordwestlichen Teil des Freiberger Lagersttätenbezirks. Den Beginn der Erzgewinnung datiert man auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Lagerstätte mit ihren Erzgängen gehört geologisch zur fluor-barytischen Bleierzformation. Nach dem Abbau der für solche Lagerstätten typischen Oxydationszone kam der Bergbau, wie in anderen Gruben des Freiberger Reviers zum Erliegen, wurde aber 1515 wieder aufgenommen. Es folgte das bergbautypische Auf und Ab, schließlich wurde nach 1873 mit der Einführung der Goldwährung im neuentstandenen Deutschen Reich und der damit verbundenen Entwertung des Silbers der Bergbau eingestellt. 1949 – 1950 suchte die damalige SAG Wismut nach Uranerz, wurde aber nicht fündig,

Seit 1978 wird die Grubenanlage vom  rührigen Verein „Alte Hoffnung Erbstolln“ als Besucherbergwerk betrieben, der auch in historischen Uniformen an Bergparaden und –aufzügen teilnimmt und Mitglied im Sächsischen Landesverband der Bergmanns- Hütten- und Knappenvereine ist.

Am Vereinshaus stellte sich uns das Vereinsmitglied Bergkameradin Bianca vor, die sich als orts-, sach- und fachkundige Befahrungsführerin erwies.

Die Führung begann am Vereinshaus, führte zur Rollschachtkaue mit Scheidebank und bergab zum Mundloch des Röschensystems. Dort gab es als einmalige Attraktion eine Einfahrt mittels Boot. Im Grubenfeld befuhren wir eine Reihe von technischen Zeugen des Altbergbaus wie die Reste eines Pumpengezeugs, eines Kreiseradgezeugs und eines Kunstwinkels, der in geradezu genialer Weise die Möglichkeit schuf, eine horizontale Bewegung in eine vertikale umzusetzen. Um wieder auszufahren, stiegen wir – lange nicht geübt - einige Fahrten zum Eisenbahnstolln hoch und erreichten über diesen das Tageslicht.

Für Bianca gab es als Dankeschön einen Freiberger Bierkrug und für uns ein Gruppenbild am Mundloch des Eisenbahnstollns.

Die Befahrung hatte uns alle hungrig gemacht und das Schönborner Gasthaus „Ecke“ stillte unsere Bedürfnisse. Ein Dankeschön geht an Siegbert Kranz für die gelungene Exkursion.

 

Text: Eberhard Pönitz/Fotos Klaus Richter

 

 
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