28.01.2017 - Kindergruppe besucht das Krüger-Haus Drucken

In der Februarveranstaltung der Kinder- und Jugendgruppe der HFBHK, fand bereits am 28. Januar im Krügerhaus Freiberg statt.

Unmittelbar zwischen Stadtmauer und Schlossmauer ließ der Hofmeister Rudolph von Bünau zwischen 1510 und 1512 seinen Sitz erbauen. Nach den von Bünau folgten u.a. die von Schönberg als Besitzer. Kurfürst Johann Georg II. kaufte das Haus 1676 auf und ließ darin den Sitz des Amtes Freiberg einrichten. Bis ins 20. Jahrhundert diente das Haus als Verwaltungssitz, zuletzt des Finanzamtes. Zu DDR-Zeiten wurde das Gebäude als Wohnhaus genutzt. Nach der politischen Wende zogen 1997 die letzten Mieter aus dem verkommenen Bauwerk aus.

Auf Initiative ihres Förderers Peter Krüger erwarb die Dr.-Erich-Krüger-Stiftung zu Beginn des 21. Jahrhunderts das leerstehende Amtshaus. Krügers Engagement für seine Geburtsstadt und insbesondere zur Erhaltung des Amtshauses wurde ab 2007 durch seine Witwe Erika fortgesetzt. Bereits während der Sanierungsphase erhielt das Amtshaus in Würdigung des Engagements der Familie Krüger für die Universität und die Stadt Freiberg den Namen „Krüger-Haus“. Die Räume dienen seither auch als öffentliche Präsentations- und Seminarflächen sowie für Lehre und Forschung der TU Bergakademie Freiberg. Seit der Eröffnung im Oktober 2012 wird im Krüger-Haus, das auch Sitz der Dr.-Erich-Krüger-Stiftung ist, die Ausstellung "Deutsche Minerale" der Stiftung „Mineralogische Sammlung Deutschland“ gezeigt. Vor dem Gebäude wurden zwei von der Bergsicherung Schneeberg gestiftete mächtige Stufen aufgestellt.

Zu unserer Veranstaltung führte uns Dr. Reiner Hoffmann durch das Haus und zeigte uns viele interessante Details zum Bergbau in Sachsen und Deutschland. Es gab viel zu sehen, von Mineralen bis hin zu Modellen von Kristallen aus Holz und anderen Materialien, welche zur Ausbildung von Geologiestudenten verwendet werden.

Der Höhepunkt war natürlich der Blick in den Geheimgang im oberen Geschoß, welcher in keinem Bauplan verzeichnet ist.

Zum Abschluss erzählte Dr. Hoffmann noch einige Sagen aus dem Freiberger Revier.

Es war wieder eine sehr interessante Veranstaltung.



Dieser Beitrag wurde gestaltet von Familie Frank Schräber

 
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